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Christian Hostettler | 26.04.2021

Zum Hinweis auf
Arroganz der Macht – Wie die Bundesregierung den Lockdown begründet
vom 23.04.2021
gefunden auf Fassadenkratzer

Ein kleines Gedankenspiel: Tausch der Kulisse »Bundespressekonferenz« gegen einen Gerichtssaal. Richter Reitschuster fragt den Angeklagten Ewald: »Die Frage zum dritten Mal: Welche wissenschaftlichen Studien hat die Bundesregierung?« – Angeklagter (blickt verlegen zu Boden): »Ich habe jetzt das gesagt, was ich dazu zu sagen habe.« –

Weiter angenommen, Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wohnen dem Prozess als Geschworene/r bei: Zu welchem Urteil kommen Sie? Erachten Sie Ewald der Komplizenschaft für schuldig...? – Und erachten Sie weitere Ermittlungen für angezeigt gegen die mutmasslichen Haupttäter (welche 83 Millionen Menschen ohne wissenschaftliche Grundlage in den Hausarrest schickten und Abertausende Unternehmen in den Ruin)?

| 23.4.2021 | Fassadenkratzer

Arroganz der Macht – Wie die Bundesregierung den Lockdown begründet

In der Demokratie ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Regierung ihre Maßnahmen gegenüber den Abgeordneten des Volkes und gegenüber der Presse, die das Volk zu informieren hat, begründen und rechtfertigen muss, besonders sorgfältig und gründlich, wenn Maßnahmen wie der gesellschaftliche Lockdown in ungeheuer einschneidendem Ausmaß das gesamte Leben der Menschen stranguliert. Doch das Bundes-Gesundheitsministerium hat da andere Sichtweisen. Ein kleines Ereignis in der Bundespresse-Konferenz beleuchtet schlaglichtartig, wie weit die Demokratie auch im Habitus der Amtsträger bereits der kalten Arroganz einer Diktatur gewichen ist.

Boris Reitschuster, einer der wenigen, inzwischen selten gewordenen, wirklichen Journalisten, der entgegen den im Saal der Bundespresse-Konferenz versammelten Hof-Schreiberlinge noch kritische Fragen an die Regierungsvertreter stellt: unerschrocken, punktgenau, und hartnäckig, ein unabhängiger Mann, dem es noch um die Wahrheit geht in diesen finsteren Zeiten der Lügen, berichtete am 9. April 2021 auf seiner Webseite von einer Erfahrung in der Bundespresse-Konferenz vom selben Tage:
„Die Bundesregierung will knapp 84 Millionen Menschen in den harten Lockdown schicken. Welche Belege sie für dessen Wirksamkeit habe, fragte ich sie heute. Sie sollten sich die (Nicht-)Antwort Ihrer Regierung hier ansehen oder sie hier nachlesen. Ganz egal, wie Sie zum Lockdown stehen. Hier mein heutiger Dialog mit dem Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Oliver Ewald:

BORIS REITSCHUSTER: „Eine Frage an Herrn Ewald: Herr Ewald, Gunnar Schupelius hat in einem Bericht in der „BZ“ geschrieben, die Bundesregierung habe keine Beweise für die Wirksamkeit des Lockdowns. Daher meine Frage: Welche wissenschaftlichen Studien haben Sie? (Hervorhebungen hl)

EWALD: Sie wissen, dass wir Kommentare von Journalisten grundsätzlich nicht bewerten. An dieser Stelle würde ich das auch weiterhin so halten.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Das ist dann ein Missverständnis, Herr Ewald. Ich habe ja nur das Zitat gebracht und daraufhin eine eigenständige Frage vorgebracht. Die Frage hat ja nichts mit dem Zitat zu tun. Ich wiederhole die Frage gern: Welche wissenschaftlichen …?

EWALD:  (fällt ihm ins Wort) Wenn Sie mir hier einen Satz aus dem Kommentar vorlesen und mich dann um eine Bewertung bitten, ohne den erweiterten Zusammenhang und den Begründungszusammenhang hier darzustellen, dann kann ich dazu nichts sagen.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Dann ganz ohne den Satz:
Die Frage zum dritten Mal: Welche wissenschaftlichen Studien hat die Bundesregierung?

EWALD: Ich habe jetzt das gesagt, was ich dazu zu sagen habe.

ZURUF REITSCHUSTER: Also gar nichts!“ –

Wissenschaftliche Studie zum Lockdown

Es ist deutlich, dass der Hinweis Breitschusters auf einen Bericht in der „BZ“, mit dem er seine Frage thematisch vorbereiten wollte, vom Spahn-Sprecher auf absurde Weise benutzt wurde, sich um die Antwort auf diese klare und berechtigte Frage dreimal herumzudrücken.

Offensichtlich hat die Bundesregierung keine solche wissenschaftliche Studie als Voraussetzung für einen Lockdown, sonst wäre es ja ein Leichtes gewesen, sie zu nennen. Und Herr Ewald wollte entweder nicht lügen oder nicht zugeben, dass sie keine Studie haben, womit er aber schweigend auch nicht die Wahrheit sagte. Die Wahrheit darf in einer faktischen Diktatur das Volk nicht erfahren.

Man muss sich zunächst klar machen, dass ein Lockdown eine brutale autoritäre Maßnahme ist, die erstmals von dem totalitären kommunistischen Regime Chinas in Wuhan verhängt wurde  – beispiellos in der Geschichte des weltweiten öffentlichen Gesundheitswesens. Im freiheitlich orientierten Westen sah man bis dahin solche Maßnahmen als menschenverachtend, unwissenschaftlich und schädlich an, und auch die WHO lehnte sie ab. Doch nach Wuhan lobte nun plötzlich die WHO unter ihrem kommunistischen Präsidenten Tedros A. Ghebreyesus überschwänglich diese totale Abriegelung als „neuen Standard“, lange bevor sie irgendwelche Ergebnisse erzielt hatte. Diese Maßnahmen seien nicht nur für dieses Land gut, sondern auch für den Rest der Welt. In der Folge wurde ein Lockdown von Wissenschaftlern, insbesondere des Londoner Imperial Colleges, massiv als notwendige Maßnahme propagiert. (Siehe näher: Für WHO und Wissenschaftler war China Vorbild ...)

Es gibt bis heute keine evidenzbasierte wissenschaftliche Studie, nach der ein Lockdown die Ausbreitung der Corona-Krankheit bremsen oder gar stoppen würde. Dies haben Vertreter der Bundesregierung vor kurzem im Innenausschuss des Bundestages gegenüber der Abgeordneten Beatrix von Storch nach deren Zeugnis sogar zugegeben:
„Ihre Frage lautete: Auf welche wissenschaftliche Grundlage stützt sie sich bei dem ALLES und ALLEIN entscheidende Inzidenzwert von 100? Wo kommt dieser Wert her? Die Antwort verblüfft bzw. erschüttert: Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für diesen Wert.“

Im Gegenteil liegen schon mehrere Studien vor, die nicht nur den nicht vorhandenen Nutzen, sondern auch den immensen Schaden belegen. Die bedeutendste stammt von den Top Stanford Wissenschaftlern John A. Ioannidis und Jay Battacharya vom Januar 2021.
Danach „haben England, Frankreich, Deutschland, Iran, Italien, Niederlande, Spanien und die USA mit ihren Lockdowns, Schul- und Betriebsschließungen, sowie den Ausgangssperren und Hausarrest nicht mehr erreicht wie Schweden und Südkorea“, wie P. F. Mayer zusammenfasst, die nur geringe Maßnahmen ergriffen haben.

Daher ließ Boris Reitschuster in der Bundespressekonferenz nicht locker und setzte mit einer weiteren Frage nach:

„FRAGE REITSCHUSTER: Herr Ewald, Texas und viele andere Staaten haben den Lockdown abgeschafft. In Texas gibt es einen Monat danach eine sinkende Zahl von positiv Getesteten. Wie bewertet die Bundesregierung das? Wie verfolgt sie das?

EWALD: Also noch einmal: Die Situation eines Bundesstaates in den USA mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen, trifft, denke ich, schon an sich die Lage nicht.
Bezogen auf den Lockdown: Wir haben mit den MPK-Beschlüssen sozusagen einen Rahmen gesetzt. Herr Wieler und Herr Spahn haben heute die Lage beschrieben. Herr Spahn hat auch deutlich gemacht, wie er die Lage einschätzt und welche Maßnahmen er für erforderlich hält. Ich möchte mich an dieser Stelle auch dazu nicht wiederholen.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Ich habe aber nichts verglichen, sondern nur gefragt, wie Sie das einschätzen. Habe ich es richtig verstanden, dass Sie keine Einschätzung abgeben wollen?

EWALD: Wir haben hier gerade eine Pressekonferenz gehabt, auf der die aktuelle Lage und die entsprechenden Maßnahmen, die aus Expertensicht für erforderlich gehalten werden, umfassend beschrieben, bewertet wurden, auch die Frage der Zahlenbasis, die wir für diese Maßnahmen haben. Ich kann mich hier nur wiederholen, und das werde ich nicht tun.

Staaten ohne Lockdown

In den USA folgen immer mehr Bundesstaaten dem Beispiel Schwedens.  In insgesamt 9 Bundesstaaten der USA waren z.B. Masken nie verpflichtend. „Mittlerweile sind sie bereits in 22 Bundesstaaten nicht mehr vorgeschrieben. Und natürlich auch keine Lockdowns mehr und andere drakonische Maßnahmen. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens ist gleich wie in den Staaten mit Maskenpflicht und Lockdown oder sogar besser. Die Arbeitslosigkeit und Kollateralschäden sind deutlich geringer“, so P. F. Mayer in einem weiteren Artikel auf tkp.at.

Der US-Bundesstaat Texas hob im März 2021 seine Corona-Beschränkungen weitestgehend auf, wie stern.de am 3.3.2021 berichtete. „Der republikanische Gouverneur Greg Abbott veröffentlichte am Dienstag ein Dekret, mit dem die geltende Maskenpflicht abgeschafft wird. Alle Unternehmen und Einrichtungen dürften ihren Betrieb wieder auf 100 Prozent hochfahren. Die Streichung der bisherigen Corona-Beschränkungen tritt am Mittwoch kommender Woche in Kraft. ´Zu viele Besitzer von kleinen Unternehmen kämpfen, um ihre Rechnungen zu begleichen`, sagte Abbott. ´Das muss enden. Die Zeit ist gekommen, Texas zu 100 Prozent zu öffnen.`“

Ein eindrückliches Beispiel ist auch Florida, dessen Gouverneur in epochtimes.de zu Wort kommt. Florida hatte inmitten der Corona-Panik am 1. April 2020 eine 30-tägige landesweite Ausgangssperre angeordnet. „Dies bereut Gouverneur Ron DeSantis heute. ´Die Lockdowns sind ein Riesenfehler`. Die Regierung habe den Schaden in der Pandemie begrenzen wollen. Aber es sei deutlich geworden, dass die Ausbreitung des Virus nicht verlangsamt worden sei und die Maßnahmen nicht funktioniert hätten. ´Wir hätten diesen Weg nicht einschlagen sollen`, so der Republikaner. …
Nach
dem der 30-tägige Lockdown in Florida vorüber war, begann DeSantis mit einer stufenweisen Wiedereröffnung der Geschäfte. Florida ist seit dem 25. September 2020 wieder vollständig geöffnet. Auch als im Winter die Fälle von Corona-Erkrankten in die Höhe gingen, blieb der Gouverneur standhaft und verhängte keine weiteren Lockdowns mehr.“

Die Situation in den USA gleicht sich immer mehr der Schwedens an, setzt P. F. Mayer fort. In Schweden waren Geschäfte, Restaurants und Schulen durchgehend geöffnet. Dort würden auch die neuen Mutationen kursieren. Trotzdem gebe es kein exponentielles Wachstum.
„Schweden hat übrigens die niedrigste Intensivbetten-Kapazität pro Kopf in Europa, Deutschland die höchste, knapp gefolgt von Österreich. Völlig unverständlich, dass in Deutschland und Österreich die Intensivstationen voll sind, in Schweden dagegen nicht.“

Das liegt m.E. mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass die Menschen ohne Lockdown in einer viel entspannteren seelischen Atmosphäre leben, ihr Leben freier entfalten können und nicht ständig von einengenden Regeln umzingelt sind, welche die angebliche tödliche Gefahr eines Virus und die damit verbundene Angst ständig im Bewusstsein festhalten. Die andauernde mehr oder weniger unterschwellige Angst aber schwächt nach gesicherten Erkenntnissen der Psychoneuroimmunologie systematisch das Immunsystem, zumal bei uns die offizielle Medizin, die Politikstrategen und ihre Propagandamedien – offensichtlich zu diesem Ziel – täglich Angst und Panik schüren. So sind viele Schwerkranke, die bei ansteigenden und entsprechend orchestrierten „Inzidenzwerten“ auf den Intensivstationen landen, m.E. „Angstpatienten“, d. h. sie sind erst durch die Angst in diese schwere Krankheitssituation gekommen.

Wenn ein Lockdown nichts nützt, sondern im Gegenteil nur schadet – wobei ein größter Schaden ja der Verlust des demokratischen Rechtsstaates und der Übergang in den Totalitarismus bedeutet -, weshalb wird er von unseren Herrschenden dann stiernackig verfolgt? – Eben.
Es spielt sich Ungeheures ab in diesem Land.

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